Was ist ein Lipödem?

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Was ist ein Lipödem?

Schätzungen zu Folge leidet in Deutschland jede zehnte Frau unter einem Lipödem, doch Wissen über die Krankheit  ist nach wie vor gering. Nach viel zu häufig wird das Lipödem übersehen oder als Adipositas (Fettsucht) sowie als lymphödem fehldiagnostiziert und entsprechend falsch behandelt.
Beim Lipödem sprechen wir von einer Vermehrung des Fettgewebes mit symmetrischer Verteilung, was zu optischen und körperlichen Veränderungen und als Folge daraus zu extremer psychischer Belastung führt.  Es handelt sich dabei eindeutig um eine Krankheit mit unbekannter Ursache und hat nur bedingt mit einem falschen Essverhalten oder mangelnder Disziplin zu tun.

Was ist ein Lipödem?

Die Beine werden immer dicker und Sie haben den Eindruck, dass weder intensiver Sport noch eine kalorienreduzierte Ernährung oder jegliche Form einer Diät helfen: Darunter leiden Menschen mit Lipödem. Doch diese Krankheit ist weit mehr als nur ein ästhetisches Problem.


Beim Lipödem handelt es sich um eine chronische, fortschreitende und symmetrische verteilte Veränderung bzw. Vermehrung des Unterhautfettgewebes mit ausgeprägter orthostatischer Ödembildung. Dies tritt vor allem an Ober- und Unterschenkeln auf und wird daher oft auch als reiterhosen-Syndrom bezeichnet. Fettansammlungen sind aber auch um die Hüfte und an den Armen möglich. Im Normalfall sind fesseln, Füße und Hände von einem Lipödem nicht betroffen.

An einem Lipödem leiden zu einem Großteil Frauen. Die genauen Ursachen für die Entstehung der Krankheit sind nicht bekannt, beziehungsweise noch nicht ausreichen erforscht. Vermutungen nach handelt es sich um eine genetische Veranlagung und/oder um hormonelle Störungen. Das Lipödem tritt häufig nach hormonellen Veränderungen wie Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre oder Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto auf. Aber auch rasante Gewichts zu- oder abnahmen wie in der Schwangerschaft oder bei Schilddrüsenerkrankungen fördern den pathologischen Aufbau des Fettgewebes.