Thrombose

Bei der Thrombose bildet sich – wie bei der oberflächlichen Venenentzündung – ein Blutgerinnsel, verursacht durch eine Stauung in den tiefen Venen, durch Schäden der Venenwand und eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes. Anders als in den oberflächlichen Venen ist ein Thrombus im tiefen Venensystem jedoch weitaus gefährlicher. Die tiefe Venenthrombose (medizinisch: Phlebothrombose) ist die schwerste Venenerkrankung überhaupt, weil sie im schlimmsten Fall zu einer tödlich verlaufenden Lungenembolie, in jedem Fall aber - wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird - zum so genannten „postthrombotischen Syndrom“, einem lebenslangen Leiden, führen kann. Eine Thrombose im tiefen Venensystem muss also sofort fachärztlich behandelt werden.
Das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, ist aufgrund ihrer Entstehungsursache besonders groß

  • bei bettlägerigen Patienten
  • nach Operationen, verstärkt noch durch Bettruhe
  • nach Unfällen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Infektionskrankheiten
  • bei Ruhigstellung des Beines durch einen Gipsverband
  • gegen Ende der Schwangerschaft und direkt nach der Entbindung
  • bei Patienten, die bereits venenkrank sind
  • bei ansonsten gesunden Patienten, wenn übermäßige Belastungen den Beinvenen schaden, z.B. durch starke Wärme, lange Flug-, Auto- oder Busreisen, bei denen man sehr eingeengt sitzt („Reisethrombose“)