Wie Ödeme entstehen

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Wenn sich Flüssigkeit ansammelt, ist meist der Abfluss verstopft. Dies gilt auch für Lymphödeme. Die Schwellung ist ein Zeichen dafür, dass das Lymphsystem mit dem Abtransport der Flüssigkeit überfordert ist. Man unterscheidet zwei Arten von Lymphödemen. Beim primären Lymphödem ist das lymphatische System von Geburt an nicht vollständig entwickelt oder beeinträchtigt. Bei einem sekundären Lymphödem liegt die Ursache an einer Auswirkung von außen, zum Beispiel eine Operation, Bestrahlung, Verletzung, Verbrennung oder eine Erkrankung, wie z.B. Diabetes mellitus.

Das primäre Lymphödem wird meist bei Personen unter 35 Jahren diagnostiziert, tritt aber prinzipiell seltener als das sekundäre Lymphödem auf. Das sekundäre Lymphödem kann in jedem Lebensalter und auch Jahre nach dem auslösenden Ereignis auftreten.

Ödeme können sich aber auch in anderer Form zeigen:

Lipödem

Lipödeme bezeichnen die Ansammlung von Fettzellen im Gewebe. Eine einhergehend zusätzliche Einlagerung von Flüssigkeit führt zu meist schmerzhaften, druckempfindlichen Ödemen.

Lipolymphödem

Wenn das Lipödem fortschreitet, schädigt es den Lymphfluss und löst so zusätzlich ein sekundäres Lymphödem aus.

Phlebolymphödem

Ein Krankheitsbild, welches durch die Beschädigung des lymphatischen und des venösen Systems entsteht.

Brustkrebs ist einer der Hauptfaktoren für Lymphödeme.

Quelle: Surveillance, National Cancer Institute
Lymphödeme
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