Was ist ein Lymphödem?

Jobst Relaunch

Ihnen wurde die Diagnose für Ihre Beschwerden mitgeteilt und Sie haben nun einen Namen für die vermehrten Ansammlungen von Gewebsflüssigkeit in Armen oder Beinen: Das Lymphödem.


Ein Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, bei der sich eine proteinreiche Flüssigkeit namens Lymphe oder Lymphflüssigkeit im Gewebe direkt unter der Haut ansammelt und Schwellungen verursacht. Das Lymphsystem durchzieht den gesamten Körper und fungiert als Leitungssystem für die Lymphflüssigkeit. Wenn das Lymphsystem nicht mehr richtig funktioniert, sei es aufgrund einer angeborenen Störung oder einer Schädigung durch eine OP, eine Strahlentherapie oder ein Trauma, kann der Körper die Lymphflüssigkeit nicht ordnungsgemäß abtransportieren. Ein nicht funktionierendes System hat zur Folge, dass Eiweiße und Gewebsflüssigkeit nicht abtransportiert werden, sondern im Gewebe zwischen den Zellen verbleiben. An der betroffenen Stelle entsteht eine Schwellung. Die Schwellung kann Teile des Körpers betreffen, meistens sind das Arme und Beine oder auch Brust oder Brustwand, Kopf und Hals oder Genitalien.

Ein Lymphödem muss daher so früh wie möglich behandelt werden, um größere Schäden zu vermeiden. Kompressionstherapie hilft, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.

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